Das Indikationsgebiet der parenteralen Ernährung

Arzneimittel - komplex, teuer und intransparent

Die parenterale Ernährung ist ein Teilbereich der künstlichen Ernährung und betrifft die intravenöse Gabe von Flüssigkeit und Nährstoffen wie Aminosäuren, Glukose, Lipide, Elektrolyte, Vitamine und Spurenelemente*. Im Gegensatz zur enteralen Ernährung erfolgt dieser Weg der Nährstoffapplikation unter Umgehung des gesamten Magen-Darm-Traktes.

Mit diesen Infusionslösungen erhalten die Betroffenen alle Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung. Die Zusammensetzung dieser Ernährungslösungen lässt sich dem Patientenbedarf so exakt anpassen, dass die Betroffenen mit ihnen über einen langen Zeitraum ernährt werden können.


1.480 Fertigarzneimittel und Apothekenzubereitungen

Für die parenterale Ernährungstherapie gibt es eine Vielzahl von verschiedenen, zusammengesetzten Infusionslösungen, die sich einzeln, kombiniert oder gemischt verabreichen lassen. Bei der Entscheidung für die beste Ernährungstherapie spielen u. a. der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten, sein Alter, sein Gewicht, sein Geschlecht und seine Größe eine wichtige Rolle.

Während Produkte der oralen Nahrungssupplemente und der enteralen Ernährung als diätetische Lebensmittel zählen, gelten Produkte der parenteralen Ernährung als Arzneimittel. Diese Arzneimittel gehören zu den hochpreisigen Arzneimitteln – nicht selten kostet eine parenterale Ernährung für einen Patienten zwischen einhundert und dreihundert Euro pro Tag.


Für die gleichen Nährstoffe in gleicher Menge können unterschiedliche Monatskosten entstehen

Für diese seltenen und kostenintensiven Ernährungstherapien gibt es 1.480 Fertigarzneimittel und Apothekenzubereitungen. In diesem Angebots- und Preisdschungel muss jeder Hersteller, Lieferant und Versorger die eigenen Produkte platzieren. Erst die neutrale Analyse und und Beurteilung aller Produkt- und Kombinationsmöglichkeiten schafft Transparenz und sichert dem Arzt die Therapiehoheit. Dadurch sinken bei gleicher Qualität die Kosten um durchschnittlich 30 – 50 Prozent.

Aber wie behält man hier den Überblick?

DIE LÖSUNG: CareSolution®der Verordnungsservice für Ärzte, macht alle Informationen rund um die parenterale Ernährung einfach, schnell und komfortabel verfügbar.

 

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*DGEM: Terminologie in der Klinischen Ernährung

Arten der künstlichen Ernährung

Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten der künstlichen Ernährung unterschieden: Bei der enteralen Ernährung erfolgt die Zufuhr von flüssigen Nährsubstraten unter Einbeziehung des Magen-Darm-Traktes (Sondennahrung). Bei der parenteralen Ernährung wird die Infusion von Nährstoffen direkt in die Blutbahn verabreicht und so der Magen-Darm-Trakt umgangen.

Wo liegt der Unterschied zwischen enteraler und parenteraler Ernährung?
Bei welchen Krankheitsbildern ist eine pE angezeigt?

Indikationen für die parenterale Ernährung

Wenn infolge von Krankheiten wie z. B. Kurzdarmsyndrom, Magenkrebs oder einer Operation die „Schluck- und Verdauungsstraße“ ihre Aufgaben nicht mehr wahrnehmen kann, ist eine parenterale Ernährung notwendig. Über die Vene gelangen hierbei alle wichtigen Nahrungsbestandteile in Form ihrer kleinsten Bausteine direkt ins Blut. Die künstliche Ernährung hat zum Ziel, eine Mangelernährung zu vermeiden und so das Körpergewicht zu halten.

Parenterale Ernährung berechnen

Der Kalorien- und Nährstoffbedarf des Patienten muss individuell berechnet werden, da jeder Mensch anders ist. Dabei spielt nicht nur das Alter eine Rolle, sondern auch die jeweilige Grunderkrankung. Unter Berücksichtigung konsentierter Expertenmeinungen und Empfehlungen in den Leitlinien, wird der neuste wissenschaftliche Expertenstandard der evidenzbasierten ernährungsmedizinischen Erkenntnisse in CareSolution® integriert. Die Algorithmen in CareSolution® für die Ermittlung des Bedarfsvorschlags, der Produkt-Vergleiche und die in der Regimeauswahl ausgegebenen Möglichkeiten von parenteralen Ernährungsregimen beruhen auf folgenden Leitlinien: DGEM-Leitlinie Parenterale Ernährung von 2007, S3-Leitlinie Klinische Ernährung der DGEM von 2013-2015 und ESPEN Guidelines on Parenteral Nutrition: Home Parenteral Nutrition (HPN) in adult patients.

Wie erfolgt die Berechnung der parenteralen Ernährung mit Hilfe von CareSolution®?