Pressespiegel

Deutsches Ärzteblatt: "DAK Versorgungsvertrag für Patienten mit künstlicher Ernährung"

Mit einem neuen Versorgungsvertrag möchte die DAK-Gesundheit die Versorgung von Patienten verbessern, die auf parenterale Ernährung angewiesen sind. Inhalt des Vertrags ist die Nutzung des Onlineportals CareSolution, mit dem Ärzte die künstliche Ernährung für jeden Patienten leitliniengerecht berechnen können. Das Expertensystem soll Unter-, Über- und Fehlversorgungen vermeiden. Gleichzeitig nennt es aus allen zugelassenen Produkten herstellerunabhängig die jeweils wirtschaftlichsten Lösungen. „Wir gewährleisten damit die Verordnungshoheit der Ärzte, unabhängig von allen Produktanbietern, und stärken die sensible Vertrauensbeziehung zwischen Arzt und Patient”, sagte der DAK-Vorstandsvorsitzende Herbert Rebscher.

„CareSolution hat sich bereits im Verordnungsalltag der Schwerpunktpraxen und beim Entlassungs-management von Kliniken bewährt”, berichtet Dietmar Meier, Geschäftsführer von Carenoble, dem Entwickler und Betreiber des Portals. Ärzte lobten vor allem die Anwendung der Leitlinien auf dem neusten Stand.

Interessierte Ärzte können an dem Vertrag teilnehmen und ihre über die DAK versicherten Patienten mit Hilfe des Onlineportals betreuen

© hil/aerzteblatt.de

Autor/Quelle: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/50874 Montag, 16.07.2012

Ärztezeitung: "Ärzte-Portal bietet Infos zu parenteraler Ernährung"

DÜSSELDORF (akr). Niedergelassene Ärzte erhalten im Internet Unterstützung bei der Auswahl von Produkten für die parenterale Ernährung von Schwerstkranken. Die KV Nordrhein (KVNo), der Landesverband Nordwest der Betriebskrankenkassen und die Arbeitsgemeinschaft Häusliche Krankenpflege bieten gemeinsam im Internet ein Portal an, auf dem Ärzte anhand von Kriterien wie Alter oder Nährstoffbedarf des Patienten geeignete Fertigarzneimittel finden. Das Angebot funktioniert ähnlich wie bekannte Preisportale für Reisen oder Autos. Ärzte finden im Internet auch herstellerunabhängige Preisvergleiche. Darüber hinaus unterstützt das Portal Ärzte beim Erstellen von Infusionsplänen, Ausstellen von Rezepten und anderen organisatorischen Abläufen. "Wir freuen uns, den Kollegen ein Instrument an die Hand geben zu können, das das Verordnen vereinfacht und vor Regressansprüchen der Kassen schützt", sagt Dr. Peter Potthoff, Vorstand der KVNo. Ärzte finden auf den Seiten auch wichtige Fachinformationen, Presseberichte und Fernsehbeiträge.

Parenterale Ernährung wird in der ambulanten Versorgung bei Schwerstkranken eingesetzt, meist bei Patienten mit Krebs. Die Infusionen müssen exakt auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten abgestimmt werden. Nach Angaben der KVNo sind zurzeit etwa 400 Produkte auf dem Markt, aus denen sich Millionen von Kombinationsmöglichkeiten ergeben. Die Preise unterscheiden sich erheblich. Im Rheinland erhalten etwa 4000 Patienten eine parenterale Ernährung. Sie kostet bis zu 300 Euro am Tag.

Autor/Quelle: www.aerztezeitung.de Freitag, 20.08.2010

nach oben

Deutsches Ärzteblatt: "Online-Hilfe für Ärzte zur parenteralen Ernährung"

Der Markt für parenterale Ernährung ist unübersichtlich. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein und der BKK-Landesverband NORDWEST bieten gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Häusliche Krankenpflege, die ihre Geschäftsstelle beim Landesverband hat, Ärzten die Möglichkeit, parenterale Ernährung über das Portal CareSolution auszuwählen. Ärzte können zum Beispiel nach Kriterien, wie Alter, Gewicht und Nährstoffbedarf, die passenden Fertigarzneimittel bestimmen. Das von der CARENOBLE Gesellschaft für Gesundheitsökonomie entwickelte Portal CareSolution bietet zudem herstellerunabhängige Preisvergleiche, sodass das wirtschaftlichste Präparat leicht auszuwählen ist. CareSolution funktioniert so ähnlich wie bekannte Preisportale für Reisen oder Autos. In ersten Tests sanken die Therapiekosten je Patient von jährlich 7.976 auf 5.312 Euro. Mithilfe dieses Systems können die Ärzte in Nordrhein mit einigen Klicks die beste Variante für ihre Patienten finden, die zugleich auch die wirtschaftlichste ist. „Über das Portal werden unsere Patienten bundesweit optimal versorgt”, sagt Petra Wensing-Schmitz vom BKK-Landesverband NORDWEST. Ärzte erreichen das System jederzeit über eine passwortgeschützte Verbindung.

Durch die Verordnung mit CareSolution werden die Ärzte vor Regressen geschützt und das Budget entlastet. „Wir freuen uns, den Kolleginnen und Kollegen ein Instrument an die Hand geben zu können, das das Verordnen vereinfacht und vor Regressansprüchen der Kassen schützt”, sagt Dr. Peter Potthoff, Vorstand der KV Nordrhein.

Das Versorgungsmanagement-System unterstützt Praxen zudem in komplexen Situationen. Es hilft, Infusionspläne zu erstellen, Arztbriefe zu verfassen und Rezepte auszustellen. Kurzum: CareSolution stellt die gesamte Ablauforganisation bereit: einfach, effektiv und transparent.

Künstliche Ernährung über Infusionen, wie sie bei Schwerstkranken, meistens Krebspatienten, in der ambulanten Versorgung eingesetzt wird. Die Infusionen haben oft komplizierte Zusammensetzungen und müssen genauestens auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt sein. Auf dem Markt sind zurzeit etwa 400 Produkte, aus denen sich Millionen Kombinationsmöglichkeiten ergeben - dabei sind die Preisunterschiede enorm. Die Zahl der Patienten, die parenterale Ernährung erhalten, ist mit 4.000 im Rheinland relativ klein. Die Kosten für ihre Versorgung sind dagegen hoch: bis zu 300 Euro pro Tag bei einer durchschnittlichen Versorgungsdauer von 39 Tagen.

Autor/Quelle: www.aerzteblatt.de Donnerstag, 12.08.2010

nach oben

Apotheke Adhoc: "Apotheken-Software statt Kostenvoranschlag"

Berlin. Mit einer neuen Software will das Beratungsunternehmen CARENOBLE ein Millionensparpotential für die Krankenkassen erschließen - und die Arbeitsabläufe bei Arztpraxen, Pflegediensten und Apotheken vereinfachen. Das Programm vergleicht Fertigarzneimittel für die ambulante parenterale Ernährung und soll Ärzte bei der Wahl der günstigsten Therapiemöglichkeit unterstützen. So könnte die Einholung eines Kostenvoranschlags entfallen. Die Verordnungsmöglichkeiten für parenteraler Ernährungslösungen sind nahezu unüberschaubar: Etwa 400 verschiedene Fertigarzneimittel sind in Deutschland zugelassen. Miteinander kombiniert, ergeben sich mehrere Millionen mögliche Verschreibungen. Neben den drei großen Herstellern Baxter, Braun und Fresenius bieten auch viele kleine und mittelständische Unternehmen parenterale Fertigarzneimittel an. Mit seinen Preisvergleichen will Carenoble den hochpreisigen Parenteralia-Markt transparenter machen.

Im Januar ist das Programm „Caresolution” als Pilotprojekt mit 16 Betriebskrankenkassen gestartet, weitere 40 Krankenkassen haben Interesse angekündigt. Bis zum Herbst soll die Versuchsphase abgeschlossen sein.

In der Arztpraxis legt sich der Patient zunächst auf eine Apotheke und einen Pflegedienst fest, die die Versorgung übernehmen sollen. Anschließend gibt der Mediziner die Ernährungsbestandteile in das Programm ein. Caresolution erstellt eine Liste mit den günstigsten Fertigarzneimitteln. Der Arzt wählt das Therapieregime aus und übermittelt die Daten über das Internet passwortgeschützt an die kooperierende Apotheke und den Pflegedienst.

Der Arzt entlaste mit Caresolution sein Budget und vermeide gefürchtete Arzneimittelregresse der Kassen, heißt es bei Carenoble. Auch Apotheker profitierten von dem Programm, dessen Kosten von den Kassen übernommen werden: Kostenvoranschläge für die Kassen werden überflüssig. Denn die Kassen haben im Vorfeld in der Software hinterlegt, für welche Hilfmittel die Kosten erstattet werden. „So entfällt das Warten auf die Kassengenehmigung - bis zu zwei Wochen kann es sonst dauern, bis der Patient versorgt werden kann”, sagte Klaus Struck, Pilotprojektteilnehmer und Inhaber der Mohren-Apotheke in Dortmund, gegenüber APOTHEKE ADHOC.

Bei der BKK Hösch, die an dem Pilotprojekt teilnimmt, schätzt man das Sparpotential auf 35 bis 50 Prozent. Bundesweit könnten laut Carenoble jährlich rund 120 Millionen Euro eingespart werden. Eine Erweiterung der Software ist bereits beschlossen: „Der Vergleich von parenteralen Ernährungen ist nur der erste Schritt auf dem Weg zur umfassenden Transparenz des Arzneimittelmarktes”, sagte Carenoble-Geschäftsführerin Nicole Stroh gegenüber APOTHEKE ADHOC. Längst wird mit Kassen eine Ausweitung des Programms diskutiert.

Im Gespräch seien unter anderem Vergleiche von Zytostatika, Hilfsmitteln und Antidiabetika. „Zur Zeit analysieren wir mit den Kassen, welcher Bereich als nächster an die Reihe kommt”, so Stroh. Eine erste inhaltliche Ausweitung soll bis Mitte 2011 erfolgt sein. Bei den Zytostatika könnte Caresolution von gesetzlichen Vorgaben profitieren: Seit der 15. AMG-Novelle soll der Zytostatikamarkt transparenter werden. Seither müssen Apotheken ihre Einkaufspreisen offen legen.

Auch beim für Apotheken leidigen Thema Rabattverträge will Caresolution künftig ansetzen. Ärzte sollen dann die Rabattarzneimittel für ihre Patienten direkt heraussuchen und verordnen. In der Apotheke würde so die Suche nach dem richtigen Arzneimittel erheblich verkürzt werden.

Autor/Quelle: www.apotheke-adhoc.de Montag, 19.07.2010

nach oben

Unabhängige Zeitung für mittelständische Unternehmen: "Der Kollege PC schont das Ärzte-Budget"

Preis-Transparenz - Mit einem innovativen Computerprogramm können Arzneikosten stark gesenkt werden. Die deutschen Krankenkassen sind knapp bei Kasse. Das liegt vor allem an den enormen Ausgaben. So haben die gesetzlichen Krankenkassen allein 2009 für Arzneimittel mehr als 32 Milliarden Euro berappen müssen. Die AOK und DAK, die Barmer, Techniker Krankenkasse, die Hanseatische Krankenkasse und weitere Kassen bemühen sich um Kostensenkungen. Doch bisher waren ihnen häufig die Hände gebunden. Allein Rabattverträge und Arzneimittelsparpakete halfen als zwei Säulen des Systems beim Sparen. Seite Januar gibt es nun eine dritte Säule. Die Gesundheitsreform 2009 hat Krankenkassen die Möglichkeit eingeräumt, mit externen Dienstleistern die Rentabilität von Arzneimittelverordnungen zu überprüfen. Das war der Startschuss für ein neues Kostensenkungs-Instrument, das Online-Versorgungsmanagementsystem "CareSolution". Diese Erfindung der beiden Geschäftsführer Nicole Stroh und Dietmar Meier vom Leipziger Unternehmen Carenoble sorgt für mehr Preis-Transparenz bei verschreibungspflichtigen Medikamenten.

"Der einfachste Weg, die Arzneikosten zu senken, ist eine Übersicht über die Preise", sagt Nicole Stroh. Wenn ein Arzt exakt wisse, was eine Arznei kostet und welche anderen Präparate gleich gut sind, aber weniger kosten, könne er günstiger verschreiben. Die Idee der Firma Carenoble Gesellschaft für Gesundheitsökonomie: Künftig wählt sich jeder Arzt über eine geschützte Website in das System ein und gibt den Gesundheitszustand des Patienten und die von ihm gewählte Therapie an. "Kollege Computer" liefert dem Arzt eine herstellerunabhängige Trefferliste mit Medikamenten, dieser entscheidet frei nach Qualität und Preisen. "So kann der Arzt sein Budget schonen und gefürchtete Arzneimittelregresse der Krankenkassen vermeiden", fasst Dietmar Meier den Nutzen für Ärzte zusammen. Den Krankenkassen hilft das System, Ausgaben zu senken und auch Missbräuche bei Leistungserbringern aufzudecken. Branchenexperten beziffern das Einsparvolumen allein im Bereich künstlicher Ernährung über Infusionen, den das Unternehmen zunächst im Visier hat, bundesweit auf "rund 120 Millionen Euro". Das System ist bereits bei 16 Betriebskrankenkassen im Einsatz.

Eine Milliarde Euro im Jahr gehen dem Gesundheitswesen durch Betrügereien verloren. Ärzte und Rettungsdienste rechnen falsch ab, Apotheker verkaufen zu teure Präparate, Chipkarten von Patienten werden missbraucht. Die Techniker Krankenkasse (TK) in Hamburg-Barmbek nutzt für die Fahndung eine "elektronische Lupe". Herzstück ist ein sogenanntes Business Intelligence-System des Herstellers SAS Institute. Darin laufen alle verfügbaren Informationen über die sechs Millionen Versicherten der TK, über Krankenhäuser und Ärzte zusammen. Speicherkapazität: 1,5 Terabyte. Das entspricht dem Informationsgehalt von etwa 750 Millionen bedruckter DIN A4-Seiten.

In den riesigen Daten-Teppichen wird mit verschiedenen statistischen Erkennungsverfahren nach Mustern gesucht, die für das bloße Auge nicht erkennbar sind. "Data Mining" nennen Fachleute diese Technologie, mit der Auffälligkeiten und Zusammenhänge sichtbar werden. Sind an einem Vorgang beispielsweise ein Arzt aus Berlin, ein Apotheker aus München und ein Patient aus Hamburg beteiligt, schlägt das System Alarm. Hier könnte ein Betrug vorliegen. Die Ermittler der TK haben in den vergangenen Jahren schon einige Millionen Euro zurückgeholt, die falsch abgerechnet worden waren, und sparen jährlich 30 Millionen Euro, weil sie dem Missbrauch von Krankenversicherungskarten einen Riegel vorgeschoben haben.

Autor/Quelle: www.missler-online.de Donnerstag, 01.07.2010

nach oben

Pharmazeutische Zeitung: "Parenteralia - Software sucht günstigste Mischung"

Ein online-gestütztes System soll Ärzten helfen, herstellerunabhängig die günstigste Versorgung bei künstlicher Ernährung zusammenzustellen. "Einsparungen zwischen 35 und 50 Prozent pro Verordnung sind drin", sagte Dietmar Meier, einer der Geschäftsführer der Carenoble Gesellschaft für Gesundheitsökonomie in Leipzig, der Nachrichtenagentur dpa. Das Programm "Caresolution" sei seit Jahresbeginn bei 16 Betriebskrankenkassen mit vier Millionen Versicherten in der Pilotphase. Laut Meier befänden sich derzeit etwa 400 Produkte auf dem Markt, aus denen sich Millionen Kombinationsmöglichkeiten ergeben. Die Hoheit über die Therapie bleibt beim Arzt, der jedoch weniger Regresse fürchten müsse. Denn auch wirtschaftliche Faktoren kann die Software berücksichtigen. Auch die benötigten Hilfsmittel ermittelt das System. Zudem seien Schnittstellen mit Apotheken und Pflegediensten möglich. Meiers Pläne gehen dementsprechend noch weiter: "Unsere Vision ist, dass unser System das universelle Portal für jede Art von Arzneimittelverordnung ist."

Autor/Quelle: www.pharmazeutische-zeitung.de Montag, 28.06.2010

nach oben

Leipziger Volkszeitung: "Preisvergleich bei Arzneimitteln - neue Software aus Leipzig soll Kosten dämpfen"

Leipzig. Prozentuale Sonderbeiträge vom Gehalt, Kopfpauschale oder Teilkopfpauschale? Die Berliner Koalition ringt um Lösungen, um das drohende Elf-Milliarden-Euro-Loch bei den Krankenkassen doch noch zu stopfen. Eine neue Software aus Leipzig könnte beim Sparen helfen. Dietmar Meier ist sich sicher, so etwas wie den Stein der Weisen und die perfekte Kostenbremse für den explodierenden Arzneimittelmarkt gefunden zu haben. Caresolution heißt das Onlinesystem, mit dessen Hilfe Krankenkassen und Ärzte einen herstellerunabhängigen Preisvergleich bekommen sollen. So ähnlich wie beim Preisportal für Reisen oder Autos. „Einsparungen zwischen 35 und 50 Prozent pro Verordnung sind drin”, sagt Meier.

Er ist zusammen mit Nicole Stroh Geschäftsführer der Carenoble Gesellschaft für Gesundheitsökonomie. Beide hatten die Gesellschaft 2005 in Dortmund gegründet, jetzt ist Leipzig der Hauptsitz. Zusammen mit der Leipziger Uni-Ausgründung itCampus und Krankenkassen tüftelten sie in den vergangenen Jahren an einer Online-Lösung, mit der explodierenden Kosten auf dem Arzneimittelmarkt gedämpft werden sollen.

Herausgekommen ist Caresolution, ein Versorgungs-Managementsystem, das seit Jahresbeginn bei 16 Betriebskrankenkassen mit vier Millionen Versicherten in der Pilotphase läuft - vorerst für das Segment parenterale Ernährung. Das ist künstliche Ernährung über Infusionen, wie sie bei Schwerstkranken, meistens Krebspatienten, in der Versorgung zu Hause eingesetzt wird. „Diese Infusionen haben eine sehr komplizierte Zusammensetzung. Sie müssen genauestens auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt sein”, sagt Meier. „Auf dem Markt sind etwa 400 Produkte, aus denen sich Millionen Kombinationsmöglichkeiten ergeben, die sich vom Preis grundlegend unterscheiden.”

Mit Hilfe des Managementsystems kann der Arzt mit einigen Klicks die optimale Variante für seinen Patienten finden, die zugleich auch die wirtschaftlichste ist. „Die Kasse muss nicht mehr kontrollieren, das macht das System”, erläutert Meier. Der Arzt sei damit zugleich vor den gefürchteten Regressforderungen der Kassen sicher. Neben der optimalen Variante für die Infusionen sucht das System auch gleich die benötigten Hilfsmittel. Zudem kann es automatisch etwa Apotheke und Pflegedienst mit Informationen versorgen.

„Es ist die perfekte Lösung für die Patienten, das Optimale und Wirtschaftlichste zu finden”, meint Dr. Johannes Heidemann, Facharzt für Ernährungsmedizin in Borken. Er hat aktuell drei Patienten, für die er über Caresolution die Verordnungen zusammenstellt. Was dem Mediziner wichtig ist: „Ich behalte meine ärztliche Hoheit, denn ich bestimme, was der Patient braucht.”

Zahlenmäßig ist die Gruppe der Patienten mit parenteraler Ernährung vergleichsweise klein. Die Kosten für ihre Versorgung sind indessen immens. „Es sind zwischen 180 und 250 Euro pro Tag”, sagt der Vorstand der BKK Hoesch (Dortmund), Uwe Gehring. „Wir haben die Fälle der Jahre 2008 und 2009 überprüft und kamen tatsächlich auf mögliche Einsparungen zwischen 35 und 50 Prozent.” Für die Patientengruppe liegen die Kosten bei seiner Kasse mit 100 000 Versicherten bei 1,3 bis 1,4 Millionen Euro im Jahr. „Ein Einsparpotenzial von einer viertel Million Euro halte ich für realistisch.”

„Jetzt kann ein echter Preiswettbewerb stattfinden”, meint Meier. Für ihn steht Caresolution noch ganz am Anfang. „Unsere Vision ist, dass unser System das universelle Portal für jede Art von Arzneimittelverordnung ist.”

Autor/Quelle: www.lvz-online.de Montag, 28.06.2010

nach oben

Bild.de: "Software soll Arzneimittelkosten dämpfen"

Leipzig (dpa/sn) - Mit einer neu entwickelten Software will das Leipziger Unternehmen Carenoble helfen, die explodierenden Kosten auf dem Arzneimittelmarkt zu dämpfen. Für das kommende Jahr droht bei den Krankenkassen ein Elf-Milliarden-Euro-Loch, wenn nicht gegengesteuert wird. Die Software Caresolution soll Krankenkassen und Ärzten einen herstellerunabhängigen Preisvergleich ermöglichen und Kosteneinsparungen zwischen 35 und 50 Prozent bringen. Das System hat seit Jahresbeginn einen Praxistest bei 16 Betriebskrankenkassen durchlaufen. Vorerst kann es im Segment für künstliche Ernährung über Infusionen (parenterale Ernährung) eingesetzt werden.

Autor/Quelle: www.bild.de Montag, 28.06.2010

nach oben

Westdeutsche Allgemeine Zeitung: "BKK Hoesch will Pharma-Kartell durchbrechen"

Dortmund. Das Preiskartell der mächtigen Pharma-Industrie durchbrechen will die BKK Hoesch. Gleichzeitig legt sich die Krankenkasse mit Ärzten an, die Vorteile genießen, wenn sie teure künstliche Ernährung für Schwerstkranke verschreiben. Die Bandbreite der Preisspanne bei künstlicher Nahrung für Krebs-Patienten ist gewaltig. Und der Markt wächst, weil immer mehr Menschen in der letzten Phase ihres Lebens zu Hause versorgt werden müssen. „Die Kosten betragen alleine für die Arzneimittel durchschnittlich 180 Euro pro Tag”, berichtet BKK-Vorstand Uwe Gehrig. Dabei schwanken die Preise von 80 Euro bis 600 Euro - für vergleichbare Produkte.

Undurchsichtiger Produkt-Dschungel

In einem undurchsichtigen Produkt- und Hersteller-Dschungel könne es dem Arzt nicht bekannt sein, welches Präparat das günstigste sei, so Gehrig. Tatsächlich würden zumeist die teuersten Hersteller verschrieben. Das will die BKK Hoesch nicht länger hinnehmen und hat den Dortmunder Software-Anbieter „Carenoble” ins Boot geholt.
„Wir haben alle unsere Leistungsfälle aus dem Jahr 2007 und 2008 mit Hilfe der Software überprüfen lassen und ein Einsparpotenzial von 35 bis 50 Prozent festgestellt,” so Gehrig. Allein die BKK könnte so bis zu 350 000 Euro im Jahr sparen. Bundesweit errechnet Carenoble-Geschäftsführer, Dietmar Meier, ein Sparvolumen von über 80 Millionen Euro - nur bei der Produktgruppe der künstlichen Ernährung.

Industrie hat Mediziner auf ihrer Seite

Die BKK hat die Dortmunder Ärzte angeschrieben und sie aufgefordert, günstige Mittel zu verschreiben. Die Mediziner sollen Wirkstoffe verschreiben, keine bestimmten Produkte. Der Erfolg war frappant. „Zwei Tage später hatten wir zwei Vertreter eines Pharma-Marktführers im Haus, der mit uns Rabattverträge aushandeln wollte”, berichtet Gehrig. Doch die BKK will mehr. Sie will Transparenz ins Verfahren bringen, und das scheue die Industrie, die die Ärzte schon auf ihre Seite gezogen habe.
So seien Absagen mit gleichlautenden Begründungen eingegangen, die offensichtlich von der aufgeschreckten Pharmabranche vorformuliert würden. Was den BKK-Vorstand nicht weiter wundert, weil die Ärzteschaft durch die Pharmabranche „begünstigt wird und nicht auf ihre Pfründe verzichten” wolle. Fortbildungen in Gourmettempeln und Events seien nicht unbekannt.

"Keiner hat den Mut, das zu zügeln."

Gehrig bedauert: „Keiner hat den Mut, das zu zügeln.” Der Arzt entscheide es zwar, zahle die Präparate aber nicht. Im Übrigen würden heute 70 bis 80 Prozent der Schwerstkranken „fehlernährt”, was durch das neue Verfahren optimiert werden könne.

Die BKK Hoesch will nicht locker lassen und setzt in diesem Jahr die Daumenschrauben an. „Ein Arzt kann über Regressverfahren wirtschaftlich zur Rechenschaft gezogen werden bei zu teurer Verordnung”, berichtet Gehrig und kündigt an: „Wir werden regressieren!” Die künstliche Ernährung sei erst der Anfang. Transparenz in den undurchsichtigen deutschen Pharma-Markt zu bringen, sei ein Milliarden-Geschäft.

Autor/Quelle: www.derwesten.de Freitag, 19.03.2010

nach oben
Startseite